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Wandern im Verein

-Ein kurzer Rückblick der SGV Abteilung Grevenbrück 

Schon lange vor den Gebirgs- und Wandervereinen gab es in Deutschland "Verschönerungsvereine". In vielen Städten und Dörfern bauten sie vor dem Ort "Promenaden",  "Alleen" zu Sehenswürdigkeiten, "Fontainen" in Teichen und Weihern und "Pavillons" auf Höhen. Aus den "Verschönerungsvereinen" und parallel zu ihnen entstanden "Touristenvereine".

1897 (8 Jahre nach Gründung des Deutschen Kaiserreiches) regte der Taunusclub einen Zusammenschluss aller Verschönerungs-, Touristen- und Gebirgsvereine an, und 1883 wurde ein "Verband Deutscher Touristenverein" gegründet. 1888 wurde - Ordnung muß sein! - ein gemeinsamer Touristengruß "Frisch auf!" festgelegt.

Im Juni 1890 gründete Forstrat Ernst Ehmsen in Arnsberg den "Sauerländischen Touristenverein". Auf seinen Dienstreisen in den folgenden Monaten initiierte er die Gründung von 44 Unterabteilunge, darunter auch Grevenbrück. 1891 wurde eine Satzung verabschiedet und der Verein erhielt den Namen "Sauerländischer Gebirgsverein". Vereinszweck war die "Zugängigkeit und die Bereisung der Berge des Regierungsbezirks Ansberg zu erleichtern, sowie die Kenntnis desselben in geschichtlicher, naturwissenschaftlicher und geographischen Beziehungen zu erweitern" und zwar durch "Anbindung an Verkehrsmittel, Erstellung von Wegweisern zu Aussichtspunkten, Schutzhütten, Bänken, Einfassung von Quellen, gesellige Zusammenkünfte, gemeinschaftliche Ausflüge, Vorträge, Vorbereitung bildlicher Darstellung schöner Punkte" usw. Der Wander und Heimatschutzgedanke fand großen Anklang und der neue SGV starken Zuspruch.

Bereits 1880 gab es eine gebundene Ausgabe von "Führer durch das Sauerland". Als wichtigste Aufgabe des SGV's galt u. a. das Zeichnen von Wanderwegen. Die Hauptschwierigkeiten lagen bei den Verhandlungen mit den Waldeigentümern über ein "Begehungsrecht". Schwierigkeiten, die man heute, nach mehr als 100 Jahren, kaum noch nachempfinden kann. Zunächst hatte jede Abteilung ihre eigenen Zeichen, Farben und Wegweiser. 1897 wurde eine SGV-Wegekommission gegründet zur "Anlage von durchgehenden Touristenstraßen im Vereinsgebiet".

Die Wege wurden zum Teil geebnet und mit Wegweisern und Farbe versehen, "damit der Wanderer zum Ziele geleitet werde". Geeignete Berghöhen erhielten Aussichtstürme, um prächtige Panoramablicke zu bieten. Ruhebänke wurden aufgestellt, welche den Wanderer zur Rast einladen. Anderswo wurden Grotten angelegt, Quellen eingefasst,  Wasserfälle gebildet, um die Schönheit der Natur zu erhöhen und auszuspannen. Und damit sich die Wanderer in der Natur zurechtfanden gab es bald auch schon eine Übersichtskarte über das Hauptwegewandernetz, in der die Wanderwege vom SGV mit schwarz-weißen Zeichen markiert wurden. Das Andreaskreuz als gemeinsames Zeichen aller Hauptwanderstrecken wurde eingeführt.

1912 gründet der SGV einen Ausschuss für Jugendherbergen und unter Beteiligung des SGV's richtet Richard Schirmann in der Burg Altena die erste Jugendherberge Deutschlands ein. Jetzt widmet sich der SGV auch verstärkt der Jugendarbeit und die Art des Wanderns wurde auf längere Sicht verändert. Aus Spaziergängen wurden Tages- und Rucksackwanderungen. Wanderführer und Wegezeichner erfahren auf ihrem Sektor jetzt eine Ausbildung, so wird die Darstellung der Wege in den Karten genauer. Es werden Wanderheime gebaut und Naturschutzgebiete erworben. Unter Regie des SGV wird das Wegenetz zum dichtesten Wegenetz der Welt, für jeden zugänglich.

Die SGV-Ortsabteilung wird Sammelpunkt für Menschen mit gleichen Interessen. Man trifft sich zum Wandern und zur Geselligkeit. Besonders nach dem Krieg waren die Vereinsabende gut besucht.

1975 lebt die Abteilung Grevenbrück wieder auf und eine neue Hütte bringt Farbe ins Vereinsleben. Mittlerweile steigt die Zahl der Frührentner und so mancher sucht die Bewegung und kommt zum SGV. Das findet seinen Niederschlag im Wanderplan, er wird vielfältig abwechslungsreich. Die SGV-Abteilung entwickelt sich zu einem "gemeinnützigen Dienstleistungsverein", der immer mehr Alleinstehenden und -gehenden das Wandern in der Gruppe ermöglicht. Von den derzeit 135 Mitgliedern sind 72% über 60 Jahre alt. Wanderfreunde übernehmen ehrenamtliche Vorstandsarbeit.

Ohne den SGV und seine Arbeit wäre das öffentliche Leben mit Sicherheit ärmer!

Die SGV Abteilung Grevenbrück leistet einen wesentlichen Anteil zum attraktiven Tourismus in unserem Ort.

 

Unsere Aktuelle Satzung